Hypnose – Was ist das?

Fast jeder hat schon einmal von “Hypnose” gehört. Es scheinen sich viele Mythen um das Thema zu ranken, und wahrscheinlich genau deswegen wissen viele nicht, was es mit der Hypnose eigentlich auf sich hat. Anbei biete ich Ihnen eine Anleitung zur Selbsthypnose an. Danach erkläre ich, was Hypnose eigentlich ist und in welchen Gebieten es verstärkt Anwendung findet. Viel Spaß beim Lesen und Üben!

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Die Hypnose – Was ist das

Wenn Sie von sich behaupten, Sie wären noch nie in Hypnose gewesen, ist das mit größter Wahrscheinlichkeit eine Lüge.  Warum?  Weil der Zustand der Hypnose  etwas Alltägliches ist. Sind Sie schon einmal an einer Ampel gestanden und waren so tief in Gedanken “versunken”, dass Sie nicht bemerkt hatten, dass es schon längst grün geworden ist? Haben Sie schon einmal am Tag geträumt und sich ganz auf diesen Traum konzentriert, so stark, dass sie fast schon selbst an diesem Ort waren? Genau dann waren Sie nämlich in einem veränderten Bewusstseinszustand, der Trance genannt wird. Wenn Sie als Kind Schmerzen hatten und Ihre Mutter hat die schmerzende Stelle geküsst und gesagt “Ab jetzt ist alles wieder gut, Schatz!”, dann waren die Schmerzen danach weg bzw. deutlich gemindert. Das war nichts anderes als eine Hypnose im wachen Zustand. Hypnose ist also etwas, das jeder von uns erfahren hat und jederzeit wieder erfahren kann. Das Wort “Hypnose” stammt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt “Schlaf”. Der Zustand unterscheidet sich aber vom klassischen Schlafen, an der Ampel schläft man ja schließlich auch nicht kurz ein.

Wenn ich über Hypnose erzähle kommt häufiger die Frage, ob ich denn mein Pendel und meine Taschenuhr dabei habe, sowas “bräuchte man doch um hypnotisiert zu werden”. Das sind jedoch nur ein paar Methoden, um den hypnotischen Zustand hervorzurufen. Ich persönlich arbeite mit anderen Methoden, mit denen man schneller den Zustand erreicht.

Wie alt ist Hypnose?

Schon zweitausend Jahre vor Christus wandten hinduistische Fakire und Yogis Hypnose an, indem Sie Menschen lange Zeit auf schimmernde Metallobjekte starren ließen, begleitet von Musik. Die erste offizielle Anleitung, um einen hypnotischen Zustand beim Menschen hervorzurufen,  ist im sogenannten “Eber-Papyrus” zu finden, das auf ca. 1500 Jahre vor Christus datiert.

Hypnose – Wie fühlt sich das an

»Man schaut wie durch ein Fernglas. Die Aufmerksamkeit ist extrem fokussiert, alles Unwesentliche wird ausgeblendet.« David Spiegel, Professor für Psychologie an der Stanford-Universität

Gemäß medizinischer Studien ist in Hypnose die Aufmerksamkeit um 2000% höher als im (normalen) Wachzustand. Während der Hypnose hat man 2 Möglichkeiten mit Suggestionen umzugehen:

1. Akzeptanz der Suggestion: Die Suggestion gefällt und wird unkritisch übernommen

2. Ablehnung der Suggestion: Die Suggestion verstößt gegen moralische Überzeugungen, Werte und Wünsche und/oder hört sich unpassend an.

Das bedeutet, Hypnose ist KEIN Kontrollverlust! Viele denken sie wäre komplett weg, aber das Gegenteil ist der Fall. Der Verstand ist wachsamer in der Hypnose.

In der Regel ist der komplette Körper entspannt und man fühlt eine angenehme Schwere. Man ist komplett entspannt und fühlt sich wohl.

Der Hypnotiseur

Der Hypnotiseur lässt seinen Klienten/Coachee den Zustand der Hypnose in verstärkter Form für eine Längere Zeit erleben und stößt, während der Klient/Coachee sich in diesem Zustand befindet, die gewünschten Veränderungen an. Dabei stehen ihm unter anderem folgende Möglichkeiten offen:

  • Metaphern/Geschichten: Metaphern eignen sich hervorragend um persönliche Veränderungen einzuleiten und diese dauerhaft ins Leben zu integrieren. Geschichten, die den Klienten/Coachee auf eine Reise mitnehmen, die zu mehr persönlicher Freiheit, Flexibilität und Wohlbefinden führt
  • Suggestionen: Das Unterbewusstsein greift die Suggestion auf und setzt sie in die Wirklichkeit um
  • NLP: Neurolinguistische Techniken in Hypnose erhöhen die Wirkungsweise um ein Vielfaches
  • Hypnotische Muster die die unbewussten Teile in einem ansprechen

Während man in Hypnose ist steigt die Konzentration stark an, der kritische Verstand fährt zurück bzw. ist beschäftigt und das Unterbewusstsein ist offen für Suggestionen. Wichtig zu wissen: Sie behalten Ihren eigenen Willen. Das heißt, sollte Gefahr in Verzug sein oder Suggestionen gegeben werden, die nicht gewünscht werden, stehen einem 2 Möglichkeiten offen: Entweder Sie “reißen” sich selbst aus der Hypnose, oder Sie nehmen die Suggestion nicht an, bleiben aber in Hypnose.

Genauso wie der Dirigent das Orchester dirigiert, leitet auch der Hypnotiseur den Klienten an und begleitet ihn auf dem Weg zur gewünschten Veränderung. Es bleibt dem Orchester überlassen, ob es mitspielen will oder nicht.

Hypnose  – Anwendungsgebiete

Hypnose hat vielfältige Anwendungsebiete. Von A wie Angst bis Z wie Zwang kann Hypnose vielfältig eingesetzt werden und entweder heilend oder unterstüzend wirken. Einige weitere:

Dave Elman (1900-1967), ein überaus bekannter Hypnotiseur, unterrichtete in den 1960er und 1970er Jahren hunderte von Zahnärzten, Ärzten, Psychiatern und Medizinern in den Techniken der Hypnose, um vorrangig im medizinischen Kontext eine bessere, effektivere und schnellere Heilung zu erzielen und sogar komplette chirurgische Eingriffe OHNE chemische Anästhesie durchzuführen!

Ich kann nicht genau sagen, warum es schon längst keinen großen Einzug in unser alltägliches Leben gefunden hat. Mitschuld daran sind wahrscheinlich die Falschinformation die über Hypnose existieren, auch angetrieben durch Filme, in denen Hypnose als omnipotentes Machtmittel dargestellt wird, was es nicht ist.

Anbei ein Video aus dem ZDF das eine hypnotische Anwendung beim Zahnarzt beschreibt:

Das schreibt die Welt über Hypnose, auch Kate Middleton ist eine von vielen, bei der Hypnose erfolgreich eingesetzt wird:

Die Welt – 22.01.2013 – Bei welchen Leiden Hypnose helfen kann

Hypnose im Alltag: Einige Beispiele

1. Kino

Jeder von uns saß schon einmal im Kino und war so fest mit dem Film „verbunden“, sodass unsere volle Aufmerksamkeit bei dem Film lag. Das ist nichts anderes als in Hypnose sein. Denn die Aurmerksamkeit ist nur auf dem Film, alles andere ist ausgeblendet. Heißt das, man hat keine Kontrolle mehr? Nein, denn sollte plötzlich ein Feueralarm losgehen, dann ist ist man der Lage schnell zu reagieren und das Kino zu verlassen.

2. Blaue Flecken

Es ist möglich, in tiefer Hypnose keine Schmerzen zu verspürgen (Analgesie) und sogar eine vollkomene Gefühlslosigkeit in Körperteilen zu erleben (Anästhesie, gerne eingesetzt während Operationen). Manchmal steht man abends im Bad und wundert sich, woher denn der blaue Fleck kommt. Während des Aufpralls war man stark mit etwas anderem beschäftigt, sodass die Sache unbemerkt blieb.

3. „Ich finde es nicht!“ –> „Es ist doch genau vor deinen Augen!“

Schon mal etwas gesucht, und dann erschien es plötzlich und war die ganze Zeit schon direkt vor einem? Das ist ein Beispiel für eine negative Halluzination (Man sieht etwas nicht, obwohl es da ist). Eine positive Halluzination wäre etwas zu sehen, was nicht da ist.

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